Skip navigation

Category Archives: Uncategorized

Einmal
Es war einmal
Oder keinmal
Kain Mal
Kain
Oder Abel
Mahl?

Halt den Schnabel
Ja Mutter
Ich halte ihn zu,
Halte zu wem?
Zuhalter
Zuhälter

Und dann schlägt er ihn,
Erschlägt
Und schlägt
Einmal zweimal
Aller guten Dinge sind
Drei
Eins zwei drei im Sauseschritt
Komm mit
Komm mit

Hier bin ich
Herr
Wo bin ich her
Von dort vielleicht
Oder dort
Dort?

 

Advertisements

Hörfassung

man werfe eine Portion Libido aus
wie ein Fischernetz:
fängt einer sich darin,
erfolgt ein Austausch der bestimmten Körpersäfte.
Manchmal jedoch erleiden sie Vergeudung
unter eigener Hand.

Hörfassung

stets waren andere zugegen
darunter manche der bekannten
die gern auf dunklen seitenwegen
den hosenschlitz zur tür ernannten

so kam auch diesmal wieder jener
von dem vertraulich man erzählte
er zeige sich in der arena
nur wenn sein zahnfleisch arg ihn quälte

den kopf bedeckt mit baskenhut
geschnürt die wade und der bauch
so machten ihm die masken mut
und er erhob die schau zum brauch

da kann man manchmal etwas finden
von irgendeinem oder -einer
die glauben durch das Setzen und Verbinden
von Worten, die man würzt mit feiner
und doch gemeiner Moschussalbe
auf dass sich es sich zum Werke kalbe
ob man damit auch etwas sagt
das bleibt zumeist doch unbefragt.

I wrote the following observations in 2004  in response to the question raised in the subject line by a Russian ICQ member, therefore it contains some very specific references to that person. Still, the basic ideas appear to me to be still valid and applicable also in a more general way. 
I suppose you are not a professional translater else you would not pose this question. Just a few observations:

Go into a major book shop and search under Poetry. You will find myriads of translations. Are they valid? Under which criteria?

Have you ever read any Chinese, Persian, Aramaic, Arabic, Japanese poetry? Unless you are a genius, the answer should be No, at least as far as the original versions are concerned. You speak Russian, OK, but do you know that e.g. Maiakowsky is very much appreciated around the world by people who don’t speak Russian, so is Petrarca by non Italian speaking poetry lovers, Goethe and the Lake District Poets by people who don’t speak German or English respectively.

But, you are right, a translation is different und there may be even some rare cases where a translation or, better said, a version in another than the original language is superior or more powerful than the original.

It will also largely depend on the type of poetry, whether it is a ballad or a more philosophical poem, transmitting to the reader ideas or emotions or mainly dwelling on the beauty of rhythm and rhyme, the music of words and the miraculous associations thus created. And then think of modern poetry, occasionally on purpose constructing word sequences in defiance of grammar, syntax and meaning! What is there to be translated?

Then take a simple great poem like The Raven from E.A. Poe and there should be translations into all major languages of the Western World and they might all be valid (this is my subjective view).

My answer is YES but….

Mit dieser bescheidenen Bemerkung versuche ich, die Aufmerksamkeit zufälliger Leser, die sich hierher verirrten, nicht zu stark zu beeinflussen, um ihnen nicht ihr bereits voraussichtlich eher schwaches Interesse an dem, das sie hier zu finden glauben, nicht gänzlich zu nehmen.

Schadhaftes Denken

Wieviel Träume hält mein schwarzer Strumpf,
Der Strumpf von meiner Großmama?
Wie schnell er läuft,
läuft auch die Masche
und wohin?

Wenn ich bedenke,
Wo sie enden sollte,
Tritt Schweiß
Auf meine Stirn
Und zart beginnt im Unterleib
ein Zirpen!

Wie schnell ist mein Gehirn!
Bist ein Kenyate du,
Der Breitgedanken einer,
Oder läufst durch die Tiefen
die Zusatzmeile?

Wie schreit die Nacht
Wie dunkel ist der Schmerz
Der grünen Obdachlosen Ratten,
Die durch das Sumpfgemüse waten und trippeln
Dass es sich lohnen könnte
Einmal
durch ihre Brunst zu schneiden?

Dann aber kam der einer, den keiner noch gesehen
wenn auch erwartet war von allen
und schlug sich auf die Brust:
so soll es sein,
stand doch geschrieben auf den alten Rollen,
die in den Wüstenspielen
unter edlen Hufen
sich verbogen,
so soll es sein,
aber sie wollten andere Worte
sie wollten andere Zeichen
das andre Leben wollten sie
alles und gleich und jetzt
für alle doch ein jeder
nur für sich
und was ihn reizte.
Das konnte er nicht geben,
wohl war ihm Macht
und keine Stunde fehlte
doch hin zu anderen drehte er sich um,
und jener hob das Schwert
er hob es und
ein weißer Blitz
stach in das Sein
von allen
die es einmal waren
da nun ihr Mut sich stockte
und zerbrach
und Schlag und Licht
bis an die Ufergrenze
des heilgen Flusses
bis an die Knöchel
des der nun die Trauer legte auf sein Gehen
und wie er schwand
ward auch das Licxht
und Wasser
und die Feste allen und nichts
das blieb
und nichts ward